Good Practice Dezember 2018

Neu im Elternrat -
Weiterbildung für neu gewählte Elternvertretungen

Jedes Jahr werden an den Berner Schulen neue Mütter und Väter als Klassenvertreterinnen und Klassenvertreter in den Elternrat gewählt. Für Informationen über die Grundlagen der institutionalisierten Elternmitwirkung im Kanton und den Austausch untereinander, lud der Verein Schule & Elternhaus S&E Kanton Bern bereits zum vierten Mail zur Weiterbildung «Neu im Elternrat» ein.

Diesen Anlass organisierte S&E Kanton Bern zusammen mit dem Institut für Weiterbildung und Medienbildung IWM der Pädagogischen Hochschule PH Bern. Diese Zusammenarbeit bewährt sich, wird doch die Elternmitwirkung als Teil der Schulentwicklung angesehen.

Im Einstiegsreferat «Was ist Elternmitwirkung» zeigte Nathalie Glatthaar Brändel, Dozentin und Beraterin IWM, die kantonalen gesetzlichen Vorgaben, Zuständigkeiten und Grenzen auf. Dabei wurde klar, dass sich die Aufgaben der Eltern und der Schule zwar unterscheiden, doch bezüglich der Erwartungen an Bildung- und Erziehungsleistungen sowie Unterstützung gewisse Überschneidungen bestehen. Beiden Seiten gemeinsam ist das Wohl der Kinder.

Im Anschluss beleuchtete Bettina Denervaud, Co-Präsidentin von S&E Kanton Bern, die Aufgaben des Elternrates auf den verschiedenen Ebenen. So kann der Elternrat auf der schulischen Ebene Interessen und Anliegen der Gesamt-Eltern an die Schule herantragen oder den Gedankenaustausch unter den Eltern fördern. Auf der Klassenebene pflegen die Elternvertretungen den Kontakt zu den Klasseneltern, sprechen sich mit der Klassenlehrperson ab und sind Bindeglied zum Elternrat.

In Gruppen suchten die Eltern nach Faktoren, die sich förderlich oder hinderlich auf die Zusammenarbeit zwischen Elternrat und Schule auswirken. Als Gelingensbedingungen wurden u.a. ein guter Informationsfluss des Elternrates zu allen Eltern und der Einbezug der Schulleitung genannt. Überbordernder Aktivismus, unklarer Aufwand oder mangelnde Motivation wurden als Stolpersteine erkannt. So lautete dann auch eine Empfehlung für die Elternratsarbeit: «Zuerst fragen wozu etwas gemacht werden soll und erst danach wie. Zum Schluss festlegen, was angepackt werden soll.»

Danach wurde anhand von konkreten Beispielen überlegt, wie sich die Elternvertretungen auf Klassenebene in bestimmten Situationen verhalten sollen. Diese Überlegungen und der Austausch untereinander haben dazu beigetragen, dass den Teilnehmenden ihre Rolle nun klarer ist und sie nächste Schritte für sich, bzw. ihr Amt definieren konnten.

Interessant war, dass unter den teilnehmenden Eltern nicht nur «Neue» waren, sondern auch erfahrene Elternvertretungen die Gelegenheit nutzten, ihr Grundwissen aufzufrischen und ihr Netzwerk zu pflegen und zu erweitern.

Wenn Sie für Ihre Elternmitwirker/-innen einen ähnlichen Anlass planen, gibt Ihnen Gabriela Heimgartner gern weitere Auskünfte zur Planung und Umsetzung: bern(at)schule-elternhaus.ch.

Herzlichen Dank an Gabriela Heimgatner für den Beitrag über die Weiterbildung.

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